Diese Woche, Oktober, Wandern

Das UFO im Wald

Von Weinfelden nach Kreuzlingen

Frühmorgens denke ich noch, der Nebel würde sich rasch auflösen. Tut er nicht. Die Wanderung ist trotzdem allerwundervollst. Wir gehen von Weinfelden nach Kreuzlingen. Zum Teil auf dem Jakobsweg, jedoch in umgekehrter Richtung. (Bilder vergrössern = anklicken)

Rosarot: Jakobsweg, orange: unser Umweg

Wir starten in Weinfelden. Nebel liegt über alles.

Und macht die Spinnweben sichtbar.

Hier wurden die Trauben bereits geerntet. Die Blätter der Rebstöcke haben sich noch nicht richtig bunt verfärbt.

Die Alarmanlage dieses Bauernhofes (laut quakende Gänse) funktioniert tadellos. Zuerst bemerken uns nur zwei Gänse. Dann gesellt sich die ganze Verwandtschaft hinzu. Im Chor quaken sie ohrenbetäubend um die Wette.

Kurz danach tauchen wir aus dem Nebel. Zum Glück. Augenblicklich ist es fünf Grad wärmer.

Und wir sind zu Albernheiten aufgelegt.

Apfelbaum mit Mond. Bunt sind schon die Wälder.

Stelzenhof! Der höchste Punkt unserer Tour (nicht an der Via Jacobi).

Das UFO im Wald? Oder einfach nur die Sonne, die durch den Nebel scheint?

 

Unten neblig, oben sonnig. Wir geniessen die abwechslungsreiche Wanderung. Niemand ausser uns scheint heute unterwegs zu sein.

Und aus den Wiesen steiget der weisse Nebel wunderbar.

Etwas später finden wir, dank genauem Wegbeschrieb eines ausgesprochen netten Bauers, den Jakobsweg. Der Weg heisst hier Schwabenweg. Er ist sehr gut ausgeschildert.

Auf dem Bild: der kleinste der drei (künstlich angelegten) Bommer Weiher. Früher Wasserspeicher für die Mühlen und Fischteiche.

Die Wanderung war bisher schon so schön und dann wird sie noch schöner. Wir gehen durch einen zauberhaften Wald.

Der uns zur Bernrainkapelle führt. Die Kapelle wurde im Jahr 1388 erbaut. Für Pilgerer, die aus Deutschland kommen, ist sie die erste Kapelle in der Schweiz.

 

Zum Schluss ist da noch ein idyllisches Tobel. Nasse Herbstblätter flutschen unter unseren Sohlen. Und schon sind wir in Kreuzlingen.

 

Bald auch im Kreuzlinger Hafen.

Fazit: Ein schöner Ausflug. Mit Nebel, Sonne, Wasser. Was will man mehr.

  • Anreise: Wir reisen beide Wege mit dem Zug.
  • Dauer: Inklusive Pausen: 6 Std. für 21 Kilometer
  • Jakobsweg: 4,5 Std. für 16,9 Kilometer
  • Fitness: Einfache Tour mit Steigung am Anfang

5 Comments

  1. Claudie says

    Schöne Fotos, Macht grad Lust, die Strecke nachzuwandern. Ich kenne die Gegend von früher. Sehr stimmungsvoll und spannend.

  2. Gisella says

    Meine Jugend, bin in Sulgen aufgewachsen……..Obwohl gerne „ausgewandert“ nach Bern, tut es etwas im Herz…. Doch sowas wie Heimatgefühle….. Danke

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