Ausflüge, Diese Woche, Februar

Luftzigarre spielen

Zeppelinfliegen rockt! Ab 10. März gibt es wieder Rundflüge über den Bodensee. Start ist in Friedrichshafen (D).

Seit bald 20 Jahren werden jeweils ab März bis in den November hinein am Bodensee Zeppelinflüge durchgeführt.

D-Friedrichshafen, Messestrasse 132: Der Flughafen mit integriertem Restaurant.

Nachdem man die im Voraus bestellten Tickets am Schalter abgeholt hat (Pass oder ID muss vorgewiesen werden), kann man wartenderweise was essen oder gucken oder beides.

Luftschiff im Anflug.

Das Restaurant. Natürlich mit Windsack.

Fünfzehn Minuten vor der angegebenen Abflugzeit darf man aufs Flugfeld zum Bodenpersonal.

Ja wo kommt er denn?

Der Windsackhalter hat einen wichtigen Job.

Das Einsteigen muss sehr schnell gehen. Während das Luftschiff kurz mit mehreren Tauen am Boden festgehalten wird, rollen zwei Helfer eine fahrbare Treppe zur Türe. Die zwölf Passagiere, die in der Kabine sind, kommen zügig raus, und schon ist man an der Reihe, einzusteigen. Dabei merkt man, wie gern die Zigarre schon wieder abheben möchte…

Und drin… und ab…

Mit 75 Metern Länge und fast 20 Metern Durchmesser sorgt die LZ NT07-101 für einen grossen Schattenfleck unter sich.

Blick aus dem Heckfenster.

Beruhigend ist, dass diese Zigarre kein Feuer fangen kann. Anders als die berühmte „Hindenburg“, die vor 80 Jahren bei ihrer Landung nahe New York verbrannte, sind die Luftschiffe neuer Technologie (NT) nicht mit Wasserstoff gefüllt, sondern mit unbrennbarem Helium. Angetrieben wird der Zeppelin von 3 Motoren und einem Steuerpropeller am Heck. Und vorne sitzen grad zwei Piloten.

…wovon einer Zeit hat zum Winken.

Sobald die Reiseflughöhe erreicht ist, kann man sich abschnallen und frei in der Kabine bewegen. Im Heck hats sogar eine gepolsterte Bank mit Top-Aussicht.

Es ist wie im Flugzeug. Nur ruhiger, gemächlicher und lockerer.

Nach 30, 45, 60, 90 oder 120 Minuten ist die relaxte Runde vorbei.

Jetzt sind wir an der Reihe, zack-zack aus der Kabine zu steigen.
Winke-winke!

Heim geht’s dann mit der Fähre über den Bodensee zurück in die Schweiz…

Bei einem Glacé und einem Sonnenuntergang.

Zeppelinflüge:

  • Start: Ab D-Friedrichshafen, Messestrasse 132
  • Dauer: Die Rundflüge dauern zwischen 30 und 120 Minuten.
  • An Bord: Man kann sich in der Gondel frei bewegen. Es gibt Sitzplätze für 12 Personen. Und ein Klo.
  • Verpflegung: Gutes Restaurant beim Startgelände: Zeppelin Hangar FN
  • Reservation: http://www.zeppelinflug.de/de/friedrichshafen.html
  • Pech hat man, wenn: das Wetter in der Stunde X nicht mitmacht.
  • Nicht geflogen wird, wenn: die Wolkenuntergrenze unter 400 Meter sinkt; die Sicht am Boden weniger als 5 km beträgt; bei Nebel; wenn Gewitter oder Gewitterwarnung vorhergesagt sind; sobald die Windstärke mehr als 35 km/h beträgt. Dann heisst es: Auf ein Neues! Die Tickets bleiben gültig, müssen jedoch evtl. an einem anderen Tag eingelöst werden.
  • Die ersten Flüge 2017 finden statt am Freitag, 10. März und kosten 175 Euro pro Person (Vorsaison-Tarif)
  • Die Fotos sind entstanden im August.

8 Comments

  1. Markus Schmid says

    Sehr beeindruckend, so ein Zeppelin. Was ist wohl der Unterschied zum Heissluftballonfahren?

    • Karin says

      heissluft ist mit heisser luft, die fortwährend “produziert” wird (mit diesen riesigen bunsenbrennern, sozusagen). beim zeppelin kommt der auftrieb vom helium (ständig). so meine laienhafte idee… 😉

    • Fatima says

      Ausserdem: Zeppelin = Indoor, mit Drink und Toilette

  2. Katrin Wahl says

    Ganz einfach: Einen Heissluftballon kann man nicht direkt steuern, einen Zeppelin schon.

  3. Fatima says

    Zauberhaft! Kommt auf meine Liste. Vor oder nach einem Ballonflug!

  4. Franziska Hidber says

    Und zum Schluss noch das Knüller-Glacébild und den Sonnenuntergang, o-oh! Bin diese Strecke einer Liebe wegen früher 100 Mal mit der Fähre gefahren. Den Zeppelin hab ich oft gesehen, aber nie von innen. Nach diesen Fotos bin ich jetzt nah dran, mich anzumelden. Ein Beitrag, der auch sehr viel Lust macht auf Frühling und blauen Himmel. (Ich hoffe, Petrus liest hier mit!)

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