September, Wandern

Das Krokodil im Rhein

Und plötzlich siehst du es, das Krokodil im Rhein.

Am Alten Rhein starten wir unsere Sonntagswanderung.
Unterwegs – zwischen dem Alten Rhein und er Holzbrücke bei Rheinau ­ – wandern wir einem der letzten frei fliessenden Abschnitte des Hochrheins entlang. Hier kann der Rhein noch Steilufer erodieren. (Bilder vergrössern = anklicken!)

Obwohl wir erst um die Mittagszeit in Ziegelhütte (Flaach) parat sind, hat sich der Nebel noch nicht aufgelöst. Wir laufen also eine Weile im leichten Nebel. Durch eine wundervolle Auenlandschaft mit vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt.

 

Erstaunlich viele Naturfotografen durchstreifen das Gebiet. Ihre Fotokameras mit den grossen Objektiven vor sich herbaumelnd. Einer der Naturbeobachter – er fotografiert offenbar jeden Sonntag an der gleichen Stelle –, erzählt uns, er habe noch nie einen Biber gesehen. Wir entdecken den Nager auch nicht, aber die Spuren, die er hinterlassen hat. Einzelne Bäume wurden mit Draht ummantelt, um sie so vor den scharfen Biberzähnen zu schützen.

Alsbald überqueren wir die Grenze, ganz ohne den Pass zeigen zu müssen.
Die deutschen Wanderzeichen sehen ähnlich aus wie in der Schweiz.

Die schöne Wanderung durch den lichten Wald ist total entspannend.

 

Immer wieder laufen wir am Rhein entlang. Zuweil ist er ein reissender Strom, …

dann wieder ein stehendes Gewässer.

Und genau an einer dieser ruhigen Stellen entdecken wir das Krokodil im Rhein.

Das ungefährliche Krokodil schenkt uns keine Beachtung und wir ziehen weiter.

Bei Jestetten durchqueren wir die Brücke in die Schweiz. Die Rheinauer Brücke ist eine der drei noch bestehenden gedeckten Holzbrücken am Hochrhein.

Rheinau wäre ein ausgedehnter Besuch wert. Da wir noch einen weiten Weg vor uns haben, verschieben wir das Vorhaben auf ein andermal.

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Der Weg führt uns weiter. Durch den Wald, oft direkt am Rhein entlang.
An der Sonne war es sommerlich heiss, nun, gegen Abend, kühlt es rasch ab.

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Kurz vor acht Uhr erreichen wir den Rheinfall. Der Aufenthalt am Wasserfall ist kurz, da wir den Bus um viertel nach Acht erreichen möchten. Müde und glücklich machen wir uns auf den Weg zurück.

 

  • Anreise: Mit öV
  • Kondition: Für die 22,5 Kilometer braucht es etwas Kondition.
    Und auch Trittsicherheit für diverse steile Stellen im Wald.
  • Verpflegung: In Ziegelhütte, in Ellikon am Rhein (mit der Fähre auf die andere Seite fahren), in Rheinau, am Rheinfall

Die Tour:

  • Wir fahren mit dem Bus von Winterthur nach Ziegelhütte Flaach.
  • Dort gehen wir über Brücke, dann auf der linken Seite des Rheins weiter. Flussaufwärts bis Ellikon am Rhein. Dort könnte man mit der Fähre übersetzen zum Dorf/Restaurant, wir jedoch bleiben auf unserer Seite und wandern weiter bis Balm.
  • Weiter nach Rheinau. Dort gehen wir über die alte Brücke, hinauf bis Station Hallenbad.
  • Dort wieder steil hinunter zum Rhein.
  • Anschliessend dem rechten Ufer entlang rheinaufwärts bis zur Badi Dachsen (genannt Bachdelle).
  • Dann weiter bis zum Rheinfall, Schloss Laufen.
  • In Schloss Laufen nehmen wir den Bus. Da wir spät dran sind, gibt es nur noch eine Busverbindung nach Dachsen. Von Dachsen fahren wir mit dem Zug nach Winterthur.

2 Bilder ©Erna Weiss

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6 Comments

  1. Monika Aeschlimann says

    Liebe Fatima, das sind wunderschöne Bilder und ein toller Reisebericht.
    Es liegt schon einige Jahre zurück, da habe ich mit meiner Familie in Flaach Campingferien verbracht. Wir haben zu Wasser, auf dem Drahtesel und per pedes den Rhein und seine grossartige Landschaft erkundet und genossen. Unvergessliche Ferien, von welchen unsere mittlerweile drei erwachsenen Söhne noch immer gerne erzählen. Für sie und uns Eltern ist und bleibt der Rhein mit tollen Erinnerungen verbunden. Dein Bericht hat mich wieder in diese unvergessliche Zeit zurückversetzt. Danke!

    • Fatima Vidal says

      Danke, das freut mich. Ferien am Rhein stelle ich mir sehr schön und ruhig vor.

  2. Franziska Hidber says

    Das ist ab sofort mein Lieblingskrokodil. Tolles Bild!

  3. Aaah, was für eine schöne tour! Mir gefällts halt auch immer sehr im wald. Und tolle waldbilder. Übrigens, biber hats am greifensee… 😉

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